Diabetes

Diabetes mellitus Typ I

Beim Diabetes mellitus Typ I kommt es aufgrund einer autoimmunen Zerstörung der b-Zellen der Langerhans-Zellen des Pankreas zu einem absoluten Insulinmangel.
Die Krankheit tritt meistens im Kindes- und Jugendalter auf und wird nur mit Insulin behandelt werden.

Diabetes mellitus Typ II

Dieser Typ ist die häufigste Form der Zuckerkrankheit. Es kommt zum relativen Insulinmangel und zur Insulinresistenz. Eine wichtige Ursache der Insulinresistenz ist Adipositas.

Entstehung und Therapie des Diabetes mellitus Typ II können durch Ernährungstherapie entscheidend beeinflusst werden. Wenn diese nicht ausreichend ist, kommen orale Antidiabetika und /oder Insulintherapie in Frage.

Erfolgt die Therapie mit Insulin oder Sulfonylharnstoffe, so muss die Nahrungsaufnahme an die Insulinsubstitution angepasst werden.

Da Typ II Diabetiker häufig adipös sind, ist es wichtig, eine Energiereduktion, kombiniert mit körperlicher Bewegung, vorzunehmen. Hierdurch verbessern sich die Insulinsensivität und Risikofaktoren wie Hypertonie und Fettstoffwechselstörungen. (Rücksprache mit Arzt oder Apotheker welche Sportart betrieben werden sollte.)

Ziele der Ernährungstherapie sind ein normales Körpergewicht, normale Glucose-, Lipid- und HbA1c-Konzentrationen im Blut sowie bei Kindern eine normale körperliche Entwicklung.

Gewichtsnormalisierung:

Es wurde anhand von Studien gezeigt, dass bei einer moderaten Gewichtsabnahme von weniger als 10% des Körpergewichtes zu einer Verbesserung der Insulinempfindlichkeit und der Glucosetoleranz kommt, die Serumlipidspiegel und der Blutdruck gesenkt werden und die herabgesetztes Lebenserwartung insgesamt steigt. Um eine Gewichtsnormalisierung zu erreichen sollte versucht werden, den Anteil energiereicher LM, vor allem solche mit vielen gesättigten Fettsäuren und freien Zuckern, zugunsten von ernergieärmerern Lebensmitteln zu reduzieren. z.B.: statt Weißbrot mit Butter ein Vollkornbrot mit Margarine, statt Kuchen ein Obstsalat, statt Pudding fettarmer Naturjoghurt mit Früchten

Fette:

für die Fettzufuhr gelten die gleichen Regeln wie für gesunde Menschen. Gesamtfettaufnahme sollte 35% der Tagesenergiezufuhr nicht überschreiten, bei übergewichtigen Personen nicht mehr als 30%.
10-20% einfach ungesättigte Fettsäuren(Olivenöl, Rapsöl, …),
Der Verzehr von 2-3 Protionen Fisch (fettreicher Seefisch, w.z.B. Lachs, Hering) pro Woche wird empfohlen um Omega3 Fettsäuren zuzuführen.

Proteine:  

die Empfehlung für die Proteinzufuhr bei Diabetikern hängen vom Zustand ihrer Nierenfunktion ab. Diabetiker ohne Anzeichen einer Nephropathie können wie gesunde Menschen 10-20% ihrer täglichen Gesamtenergie aufnehmen.

Kohlenhydrate:

Aus heutiger Sicht sollte der Kohlenhydratanteil in der Ernährung nicht reduziert werden. Die heute empfohlene Kohlenhydratmenge liegt im Bereich zwischen 45-60% der Gesamtenergie, was auch den Empfehlungen für gesunde Menschen entsprechen. Kohlenhydratquellen wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte aus vollem Korn sind zu bevorzugen.

Entscheidend für den Blutzuckeranstieg ist nicht nur der Kohlenhydratgehalt eines Nahrungsmittels, sondern auch die Zusammensetzung. So wird z.B.: reine Glucose schnell und direkt in den Blut aufgenommen, der Blutzuckerspiegel steigt rasch an. Nahrungsmittel, die komplexe Kohlenhydrate (Kartoffel, Getreide...) gepaart mit Ballaststoffen enthalten, werden dagegen viel langsamer verdaut, die Kohlenhydrate kontinuierlich ins Blut aufgenommen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel geringer

Getränke,

die aufgrund ihres fehlenden/geringen Kaloriengehalts verwendet werden können, sind Wasser, Mineralwasser, Tee, Kaffee und mit Süßstoff gesüßte Limonaden.

Spezielle Lebensmittel für Diabetiker sind nicht notwendig.

Quelle und nähere Informationen :
www.diabetes.or.at
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