Atherosklerose

Unter Atherosklerose versteht man degenerative Prozesse an den Arterienwänden. Es kommt zur Ablagerung von Stoffwechselprodukten (vor allem Fettsäuren und Cholesterin), Zellwucherungen und Entzündungsreaktionen. Die elastischen Muskelzellen der Gefäßwände werden nach und nach in festes Bindegewebe umgewandelt, was zu einer Verhärtung und Verdickung der Gefäße führt. In der Folge verlieren sie zunehmend ihre Fähigkeit Blut zu transportieren. Im Endstadium sind Gefäßulzerationen, Verkalkung und Thrombusbildung charakteristisch. Je nach Lokalisation dieser Veränderungen können Schäden am Herz (Herzinfarkt), im Gehirn (Schlaganfall) oder in der Peripherie (periphere arterielle Verschlusskrankheiten) resultieren.

Risikofaktoren:

» Rauchen
» Hypercholesterolämie
» Arterieller Bluthochdruck
» Erhöhter Triglyceridspiegel
» Erhöhter Homocysteinspiegel
» Adipositas
» Diabetes mellitus
» Bewegungsmangel

Ernährungsempfehlung zur Prävention der Atherosklerose:

Die Ernährungsempfehlungen zur Prävention einer Atherosklerose entsprechen den allgemeinen Empfehlungen für eine gesunde Ernährungsweise. Das heißt, die Nahrung sollte reichlich Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte enthalten. Nüsse und Fisch soltten aufgrund ihrer positiven Effekte auf die Blutfettwerte ebenfalls regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.

Eine solche Ernährung ist –in Verbindung mit ausreichend Bewegung- nicht nur dazu geeignet, um Übergewicht und Adipositas zu vermeiden, sondern kann auch den Fettstoffwechsel und den Blutdruck günstig beeinflussen.

Ernährungsempfehlungen zur Therpie der Atherosklerose:

Liegt bereits eine Fettstoffwechselstörung vor, sollte bei Personen mit Übergewicht zunächst eine Gewichtsnormaliserung angestrebt werden. Außerdem sollte die Fettzufuhr modifiziert werden.

» Eine eingeschränkte Gesamtfettzufuhr (25 - max. 35% der Gesamtenergiezufuhr)

» Eine verminderte Aufnahme gesättigter Fettsäuren und Transfettsäuren (bis zu 10% der Gesamtenergiezufuhr, bei Personen mit erhöhtem LDL-Cholesterin bis zu 7%)

» Gesättigte Fettsäuren kommen vor allem in tierischen Fetten vor z.B.: Butter Sahne Speck, sind aber auch in pflanzlichen Fetten vertreten z.B.: Kokosfett
Trans-Fettsäuren werden bei der indudtriellen Fetthärtung gebildet. Margarine, sowie mit Back oder Frittierfetten zubereitet Lebensmittel wie Schokolade, Kekese oder Pommes frites können daher hohe Mengen an Trans-Fettsäuren enthalten.

» Eine erhöhte Aufnahme von einfachen ungesättigten Fettsäuren (zwischen 10 und 15 % der Gesamtenergiezufuhr)
Vorkommen: pflanzliche Öle vor allem Olivenöl, Rapsöl, Erdnussöl, Milchfett und Fischtran

» Eine moderate Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (7-10% der Gesamtenergiezufuhr)
Vorkommen: pflanzliche Öle vor allem Leinöl und Sojaöl; fetter Seefisch

» Eine begrenzte Cholesterolaufnahme aus der Nahrung (weniger als 300mg)

» Eine hohe Zufuhr von kohlenhydratreichen Lebensmitteln (mind. 50% der Gesamtenergiezufuhr) mit hohem Ballaststoffgehalt.

Personen mit Hypertriglyceridämie sollten neben der beschriebenen Modifikation der Fettzufuhr den Verzehr zuckerreichen Lebensmittel einschränken. Dafür sollten sie ihren Fischkonsum erhöhen. Geeignet sind vor allem fettreiche Fischsorten wie Hering, Makrele, Lachs und Sardine.

Mag. pharm. Hoda El-Samahi